Hässlich, uninspiriert und schlecht geklaut: Magic Book 6 und andere Klone

Book of Ra Klon

Book of Ra rockt auch einige Jahre nach der Erstveröffentlichung in Online Casinos und Spielhallen alles. Kein Wunder also, dass Novomatic das Spielkonzept für andere Slots wie etwa „Lord of the Ocean“ oder Faust verwendete oder dem namenlosen Forscher mit Book of Ra 6 eine zusätzliche sechste Walze für höhere Gewinne spendierte.

Bei so vielen Spielern, die in Spielhallen und Spielbanken mit Book of Ra eine meist sehr lange Zeit verbringen, ist es wenig überraschend wenn dies Begehrlichkeiten bei anderen Herstellern weckt. Einer dieser Ideendiebe ist der deutsche Hersteller Bally Wulff. Schon zuvor wurde mit Book of Magic eine ziemlich dreiste, aber langweiligen Book of Ra-Kopie auf den Markt gebracht. Nun schickt sich das Berliner Unternehmen an, auch den Book of Ra 6-Slot einfach zu kopieren. Einzige Ausnahme im Vergleich zum Original sind die lediglich 5 Gewinnlinien. Der Rest ist vom Konzept her komplett identisch. Und das von einem Unternehmen das sich auf seiner eigenen Webseite wie folgt beschreibt:

Die Kernkompetenz liegt in der Entwicklung unterhaltsamer, kreativer Spielesoftware“

Nach einigen Testrunden mit verschiedenen Einsätzen haut uns dieser Spielautomat allerdings nicht vom Casinohocker. Anstelle Novomatics Spielmechaniken eins zu eins zu kopieren, wäre Bally Wulff wohl besser damit gefahren, eine eigene Spielidee zu verwirklichen. Sowohl Grafik als auch Klangkulisse sind unterdurchschnittlich. Zocker werden angesichts der schwachen Präsentation wohl nur im absoluten Notfall auf diesen Slot zurückgreifen wollen. Bei einer so schlechten Umsetzung reißt dann auch die im Vergleich zu Book of Ra 6 leicht erhöhte Auszahlungsquote nichts mehr raus. Schade, Chance vertan.

Gute Kopie, schlechte Kopie?

Aber die Spieleschmiede aus der deutschen Hauptstadt ist keine Ausnahme. Play’n GO etwa hat einen lieblosen Book of Ra-Klon namens Book of Dead im Programm. Walzen, Symbole oder Bonusspiel – alles ist genau wie bei Book of Ra. Anders als bei Bally Wulff ist zumindest die technische Umsetzung gut gelungen. Immerhin haben Spieler so in Onlinecasinos ohne Novoline eine Alternative.

Ebenfalls in die Kategorie abgekupfert fällt „Book of Romeo und Julia“ von Merkur. Das Unternehmen der Gauselmann-Gruppe war sich nicht zu schade, Deutschlands beliebtesten Spielautomaten getreu dem Motto „lieber gut geklaut als schlecht gemacht“ zu kopieren. Wer zum Teufel spielt die Kopie, wenn er auch das Original spielen kann?

Dabei schaffen es Unternehmen wie NetEnt oder NYX Gaming immer wieder, mit neuen Ideen Video-Slots neues Leben einzuhauchen und neue Spielmechaniken zu entwickeln. Hieran sollte sich Bally Wulff & Co mal ein Beispiel nehmen.

 

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